Veganer Käse – einfach selber machen! #1: Rezept für Cashew-Frischkäse (fermentiert)

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Veganer Käse? Lecker und auch noch in kurzer Zeit selber zuhause hergestellt? Dann bist du hier richtig!

Es ist Zeit, dass ich (Miriam) mich oute – ich mag keinen Käse!

Und zwar gar keinen klassischen Käse – sei es Gouda, Parmesan oder Gorgonzola. Keinen Käse auf Pizza, nichts Überbackenes, kein Käse-Fondue, keinen Käse auf Brot… I know, das ist sehr ungewöhnlich! 😀

Was ich aber mag: veganen Käse! Und ich weiß, dass Käse tatsächlich das Produkt ist, was am Häufigsten von Veganern vermisst wird…

Daher haben wir für euch das „Kein-Käse“ Starterset von fairment getestet! (Nicht vergessen – falls du etwas bei Fairment bestellst gibt es mit dem Code „FermentWelten10“ 10% Rabatt auf die gesamte Bestellung!)

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Mit dem Set kann man ganz unterschiedliche vegane Käsesorten herstellen, z.B. veganen Frischkäse, veganen Brie, veganen Mozzarella, veganen Camembert… alles auf Basis von Nüssen!

Im Gegensatz zu gekauftem veganen Käse habt ihr damit super frischen Käseersatz, ohne Zusatzstoffe und unnötigen Schnickschnack.

Heute stellen wir euch das Rezept für veganen Frischkäse auf Basis von Cashews vor – also veganen Cashew-Frischkäse!

HIER GEHTS DIREKT ZUM REZEPT!


Was ist veganer Käse?

Normaler, „echter“ Käse ist laut Definition ein festes Milchprodukt.

Doch wie wird die Milch eigentlich fest und zu Käse?

Durch verschiedene Enzyme, Bakterien oder andere Methoden gerinnt die Milch (das bedeutet, dass bestimmte Milcheiweiße ausflocken). Die ausgeflockten Eiweiße werden von dem flüssigen Rest getrennt – und daraus entsteht der feste Käse.
Je nach Herstellungsmethode ist Käse daher übrigens auch ein fermentiertes Produkt (z.B. bei klassischem Frischkäse, der mit Milchsäurebakterien hergestellt wird)!

Veganer Käse kann leider nicht so einfach definiert werden.

Es gibt veganen Käse, der nach den gleichen Prinzipen hergestellt wird wie echter Käse – wobei also die Eiweiße der pflanzlichen Grundprodukte ausflocken (z.B. durch Fermentation). Das machen wir übrigens bei unserem Rezept heute!

Auf der anderen Seite gibt es im Supermarkt leider sehr häufig veganen Käse, der einfach aus Zutaten wie pflanzlichen Ölen/Fetten, Soja und auch Stärkeprodukten besteht – oft auch angereichert mit Stabilisatoren und Aromen.

Wir sind daher große Fans von veganem Käse, der auf „klassischem“ Weg durch Fermentation hergestellt wird – wie zum Beispiel auf Basis von verschiedenen Nüssen! Und wie das abläuft, erklären wir dir nun 🙂


Herstellung von veganem Käse auf Nussbasis – das passiert!

Die Herstellung von veganem Käse mit Nüssen ist wirklich simpel!

Aus den eingeweichten Nüssen wird eine Nuss-Masse hergestellt, die dann mit Bakterienkulturen angeimpft wird. Wir geben also spezielle Bakterien hinzu – im Gegensatz zur wilden Fermentation beim Sauerkraut haben wir hier also eine kontrollierte Fermentation.

Die Milchsäurebakterien gehen nun ans Werk und fermentieren – genau so wie es auch bei der Animpfung von Milch passiert.

Nach einer gewissen Fermentationszeit wird die fermentierte Nuss-Masse durch ein Käsetuch abgetropft (auch das passiert übrigens bei der Käseherstellung – die entstehende Flüssigkeit ist die Molke, der feste Rest wird zum Käse) und kann verzehrt, oder mit Kräutern/Gewürzen abgeschmeckt werden.

Auch möglich: Mit einer Edelschimmelpilz-Kultur den veganen Käse weiter zu verfeinern, dass zum Beispiel veganer Camembert entsteht. Aber darauf gehen wir in einem späteren Blogartikel mal ein 🙂

Das gute an dieser Herstellungsart: die potentiell probiotischen Milchsäurebakterien, die im fertigen veganen Cashew-Käse enthalten sind! Lies dir gerne nochmal unsere Artikel zur Darmgesundheit und Fermentation durch, warum das in unseren Augen so spannend ist 🙂

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Veganen Käse selber machen – Zutaten und Gewürze

Bei einem veganen Käse auf Nussbasis braucht man nur sehr wenige Grundzutaten.

  • Nüsse (meistens Cashews oder auch Mandeln)
  • Wasser
  • Salz
  • Hefeflocken – die machen das „käsige“ Aroma!
  • teilweise Apfelessig, Miso etc. für den Geschmack
  • für manche Käsesorten auch Transglutaminase – das ist ein Enzym, das Eiweiße miteinander vernetzt und damit den veganen Käse fester macht
  • Damit der Käse fester wird, eignet sich manchmal auch Agar-Agar oder Tapiokastärke

Je nach Käseart, die man herstellt, kommen dann verschiedene Mikroben bei der Fermentation zum Einsatz:

  • Verschiedene Milchsäurebakterien – wie z.B. Streptococcus thermophilus, Bifidobacterium lactis oder auch Lactobacillus acidophilus
  • Penicillium candidum zur Herstellung von Weiß-Edelschimmelkäse

Später kann man die Käse natürlich auch noch mit Gewürzen und Kräutern verfeinern!

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Das Rezept: veganer Frischkäse aus Cashewnüssen!

Und mit all dem spannenden Hintergrundwissen im Gepäck geht es nun los, wir stellen veganen Frischkäse aus Cashews selber her 🙂

WICHTIG: Wir haben das „Kein Käse“ Starterset von Fairment verwendet – das bekommt du HIER!
Und denk dran: Mit dem Code „FermentWelten10“ sparst du 10% auf deine gesamte Bestellung.

Veganer Frischkäse aus Cashews – fermentiert

Super leichtes + schnelles Rezept, um veganen Frischkäse aus Cashews selber zu machen!

Equipment

  • Fairment "Kein Käse" Set
  • Waage

Zutaten

  • 150 g Cashews
  • 140-180 ml Wasser
  • 1/2 TL Salz
  • 1 EL Hefeflocken (optional, aber lohnenswert!)
  • 2 Messlöffel Bakterienkultur (gestrichen) (aus dem Fairment-Set)

Anleitungen 

Erster Tag

  • Cashews vorbereiten: Zunächst spülst du die eingeweichten Cashewnüsse ab und lässt sie noch einmal circa 1 Minute in heißem Wasser ziehen, um unerwünschte Mikroben abzutöten. Gieße dann das Wasser ab.
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  • Püriere die Cashews mit 140-180ml Wasser (je nach Konsistenz die du möchtest), dem Salz und Hefeflocken bis eine cremige Masse entsteht.
  • Fülle die Masse in ein Gefäß um, was du gut verschließen kannst (z.B. ein Glas was du zum Fermentieren sonst auch benutzt) – wichtig: Platz nach oben lassen, damit die Masse nicht überläuft!
  • Warte dann, bis die Masse auf unter 45 Grad abgekühlt ist (falls beim Mixen Wärme entstanden ist), füge dann 2 gestrichene Messlöffel der Bakterienkultur hinzu und rühre gut um.
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  • Zeit zum Fermentieren! Lass das Ganze für 24 Stunden an einem warmen Ort stehen, z.B. neben der Heizung.

Zweiter Tag

  • Bereite das Abtropf-Equipment vor: Übergieße hierfür das Käsetuch mit kochendem Wasser und wringe es vorsichtig aus. Reinige die Käseform mit heißem Wasser.
  • Nun legst du das Käsetuch über die Käseform und gibst die fermentierte Masse in das Tuch. Dann bedeckst du die Cashewmasse komplett mit dem Käsetuch.
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  • Nun gehts ans Abtropfen! Dafür stellst du die Käseform etwas erhöht in eine Schüssel für circa 10-24 Stunden (je nachdem wie fest du deinen Käse willst), sodass die Flüssigkeit gut abtropfen kann.
  • Tipp: Wenn du den Käse saurer haben willst, lass ihn bei Raumtemperatur abtropfen – dann fermentiert der Käse weiter. Sonst lass ihn im Kühlschrank abtropfen!

Dritter Tag

  • Der Frischkäse ist nun fertig – bereit zum Essen oder auch zum Würzen! Tipps findest du unten 🙂 Er hält sich im Kühlschrank circa eine Woche, wenn du immer mit sauberem Besteck etwas abnimmst.
Gericht: Frühstück, streich
Land & Region: Europäisch
Keyword: cashews, fermentieren, fermentiert, frischkäse, vegan

Rezeptideen mit veganem Cashew-Frischkäse

Du hältst nun stolz deinen veganen Frischkäse in der Hand? Glückwunsch! Du kannst ihn nun genau so wie er ist verwenden – oder natürlich mit verschiedenen Gewürzen etc. verfeinern.

Lass deiner Fantasie freien Lauf – hier ein paar Beispiele:

  • Mixe frische Kräuter unter deinen Frischkäse
  • Oder mach einen süß-herzhaften Frischkäse mit Walnüssen und Honig/Agavendicksaft, getrockneten Feigen und Limettenabrieb!
  • Einen Frischkäse in die indische Richtung bekommst du, wenn du Gewürze wie Kreuzkümmel, Garam Masala oder Currypulver verwendest!

WIR WÜNSCHEN DIR VIEL SPASS UND ERFOLG!


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Author

Hi, wir sind Miriam und Till! Zurzeit leben wir im wunderschönen Köln und beschäftigen uns beruflich mit der Biologie des Alterns. Miriam arbeitet im speziellen am Zusammenhang von Darmbakterien und verschiedenen Alterungsprozessen. Neben unserer Arbeit lieben wir es zu kochen und natürlich mit Fermenten zu experimentieren :) Dieser Artikel wurde von Miriam verfasst.

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