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(Veganen) Joghurt selber herstellen –
Rezept, Anleitung & alle Infos!

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Veganer Joghurt – geht das überhaupt?

Und kann man wirklich zuhause ganz leicht Joghurt selber herstellen?

Die Antwort ist: JA, auf jeden Fall!

Wir zeigen dir heute in unserer Anleitung, wie du Joghurt (egal ob vegan oder aus Milch) mit diesem Starterkit von fairment* ganz leicht selber herstellen kannst – und geben dir natürlich noch einige interessante Hintergrundinformationen mit auf den Weg.

Momentan bekommst du übrigens 10% Rabatt auf deine Bestellung bei fairment, wenn du unseren Code „Fermentwelten10“ beim Check-out eingibst!

Inhaltsverzeichnis
1. Joghurt zuhause selber machen – was sind die Vorteile?
2. Darum ist Joghurt so gesund
3. Was passiert bei der Joghurtherstellung?
4. Unterschied veganer Joghurt zu normalem Joghurt
5. Das brauchst du für die Joghurtherstellung zuhause
6. Veganer Joghurt – Rezept & Anleitung
7. Welche pflanzliche Milch eignet sich für veganen Joghurt?
8. Wie kann ich die Konsistenz vom Joghurt beeinflussen und ihn fester machen?


Joghurt zuhause selber machen – was sind die Vorteile?

Joghurt selber herstellen – das klingt für dich vielleicht nach viel Arbeit. Warum sollte sich das lohnen?

Hier ein paar Punkte, warum du es auf jeden Fall versuchen solltest:

  1. Ein Joghurt ohne Zusätze!
    Schau mal auf die Zutatenliste von den meisten Joghurts – viele enthalten künstliche Aromen, Stabilisatoren und andere Zusatzstoffe! Die brauchst du bei deinem eigenen Joghurt nicht 🙂
  2. Kein zugesetzter Zucker = zuckerfreier Joghurt!
    Joghurt aus dem Supermarkt enthält oft sehr viel Zucker, gerne auch mal versteckt. Zuhause kannst du den Zucker einfach weglassen und die Süße selber dosieren!
  3. Freie Wahl der Zutaten!
    DU bestimmst, was in den Joghurt kommt – welche Milch, was du zum Süßen verwendest… Du bist der Chef!
  4. Viele Milchsäurebakterien!
    Wenn du Joghurt selber herstellst kannst du entscheiden, wie lange du den Joghurt fermentieren lässt. Je länger, umso mehr potentiell probiotische Milchsäurebakterien sind in deinem Joghurt enthalten (siehe Abschnitt gleich) 🙂 Industriell hergestellter Joghurt fermentiert meist nicht so lange – Zeit ist Geld…
  5. Es geht viel einfacher als gedacht!
    Wir machen unseren Joghurt mit einem Starterpaket* – dann hat man direkt alles auf einen Fleck! Und auch das Ansetzen an sich geht sehr flott.

Darum ist Joghurt so gesund!

Joghurt ist nicht nur sehr lecker, sondern auch gesund! Schon im Jahr 1907 vermutete Ilja Metschnikow, dass die hohe Lebenserwartung von bulgarischen Bauern mit dem Verzehr von ihrem heiß geliebten Joghurt zusammenhängt… (Natürlich ein Zusammenhang zwischen Joghurtkonsum und Langlebigkeit bisher nicht festgestellt werden – aber spannend finden wir das trotzdem!)

Auch ohne Lebensverlängerung punktet der klassische Joghurt mit vielen Vorteilen:

  • Joghurt ist reich an probiotischen und potentiell probiotischen Milchsäurebakterien! Probiotische Milchsäurebakterien (mit einem nachgewiesenen Gesundheitsvorteil) sind z.B. bestimmte Stämme von Lactobacillus acidophilus, Lactobacillus casei und Lactobacillus reuteri.
  • Joghurt enthält recht viel Protein sowie Vitamine und Mineralstoffe wie Calcium.
  • Bestimmte Bakterienstämme können bei der Verdauung von Laktose helfen.

Auch veganer Joghurt enthält Milchsäurebakterien! Welche anderen Nährstoffe (Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe) enthalten sind, hängt natürlich von der verwendeten Milchalternative ab.

WICHTIG: Milchsäurebakterien sind sehr hitzeempfindlich! Achte daher darauf, dass du einen nicht pasteurisierten oder erhitzten Joghurt kaufst – in den meisten Joghurts aus dem Supermarkt sind die Bakterien durch die Pasteurisierung leider abgetötet worden.

Das ist ein großer Vorteil davon, Joghurt selber herzustellen! Alle Mikroben bleiben lebendig im Joghurt enthalten 🙂

Gibt es Studien, die einen positiven Effekt von Joghurt nachweisen?

Obwohl die Studienlage momentan noch eher klein ist, liefern manche Studien Hinweise auf einen positiven Effekt und gesundheitliche Vorteile von Joghurt. Oft sind diese Studien allerdings korrelativ – sie schauen sich also korrelative Zusammenhänge an und KEINE kausalen Zusammenhänge! (Falls dich genauer interessiert, was das bedeutet – schau nochmal in unseren Beitrag zu der Corona-Studie mit Fermenten!)

Die Studien zeigen z.B. einen möglichen positiven Zusammenhang zu einer funktionierenden Darmbarriere (LINK), Herz-Kreislauferkrankungen (LINK), Diabetes (LINK) und entzündlichen Darmerkrankungen.

Einige Studien verabreichen den Probanden auch Joghurt und schauen sich an, was dann passiert – so wurde z.B. in dieser Studie gezeigt, dass Konsum von Joghurt bei übergewichtigen Frauen die Insulinresistenz positiv beeinflussen kann (LINK).

Weitere, großangelegte Studien wären auf jeden Fall sehr wünschenswert (wie immer in der Wissenschaft)!,

WICHTIG: In diesen Studien ist immer naturbelassener Joghurt gemeint und nicht die quietschebunten Zucker-Varianten mit vielen Zusatzstoffen!


Was passiert bei der Joghurtherstellung?

Joghurt selber herstellen ist wirklich einfach – die Bakterien übernehmen die meiste Arbeit für dich und fermentieren die Milch (Mehr Infos zum Fermentieren gibt es in unserem Artikel zur Fermentation!).

Im Starterpaket sind die notwendigen (veganen) Milchsäurebakterien schon enthalten, genauer gesagt:

  • Lactobacillus bulgaricus
  • Lactobacillus acidophilus
  • Streptococcus thermophilis
  • Bifidobacterium lactis

Die Milchsäurebakterien beginnen nun bei der Wohlfühltemperatur ihre Fermentations-Arbeit und wandeln den Milchzucker (die Laktose) in Milchsäure (Laktat) um. Die Milchsäure ist verantwortlich für den leicht säuerlichen Joghurtgeschmack.

Gleichzeitig sinkt durch die Milchsäure der pH im Joghurt ab – und das ist für die Konsistenz wichtig! Durch den niedrigen pH-Wert kann das Milchprotein (auch Casein genannt) seine Struktur nicht behalten und flockt aus – der Joghurt dickt an.

Die Art der Bakterien bestimmen übrigens:

  • Ob rechtsdrehende Milchsäure oder linksdrehende Milchsäure entsteht. Rechtsdrehende Milchsäure ist etwas bekömmlicher – das macht aber für die meisten Menschen keinen Unterschied.
  • Und damit auch, wie mild oder säuerlich dein Joghurt wird!

Soviel zur „normalen“ Joghurtherstellung. Und wie ist das mit veganem Joghurt?


Worin unterscheidet sich veganer Joghurt von normalem Joghurt?

Veganer Joghurt… vor ein paar Jahren wurde darüber die Nase gerümpft oder man schief angeschaut, wenn man davon geredet hat. Doch heute ist er überall – und in ganz unterschiedlichen Formen und Sorten, und auch sojafreien veganen Joghurt!

Doch was unterscheidet veganen Joghurt von normalem Joghurt?

  • Bei pflanzlicher Milch ist natürlich KEINE Laktose, also kein Milchzucker enthalten. Daher bauen die Milchsäurebakterien stattdessen andere Kohlenhydrate um, die sie finden.
  • WICHTIG! Milchsäurebakterien und Milchsäure ist vegan! Sie heißt einfach so, weil sie zuerst in Milch entdeckt wurde. Aber auch in Sauerkraut entsteht z.B. Milchsäure – ganz ohne Milch 🙂
  • Ein weiterer Unterschied: Konsistenz! Bei normalem Joghurt sorgt dafür ja das Ausflocken vom Milchprotein – die meisten pflanzlichen Milchalternativen haben allerdings nicht so viel Protein (Ausnahme: Soja!). Dann muss mit Verdickungsmittels „nachgeholfen“ werden.
  • Der Gehalt von Proteinen und Mineralstoffen hängt natürlich ganz stark davon ab, welche pflanzliche Milch man als Ausgangsprodukt benutzt.

Und nun gehts an Eingemachte, wir stellen (veganen) Joghurt selber zuhause her!


Was braucht man, um Joghurt zuhause herstellen zu können?

Tatsächlich nicht viel! Wir haben dieses Starterpaket* benutzt, bei dem alle wichtigen Sachen schon enthalten sind und man direkt starten kann:

Das Starterpaket enthält:

  • Ein Joghurtbereiter (der keinen Strom braucht und ohne Plastik auskommt)
  • Ein Gärglas (946 ml) mit Deckel
  • Ein Thermometer
  • Die Joghurt-Starterkulturen (3 Päckchen)
  • Tapioka-Stärke, falls du veganen Joghurt ohne Sojamilch ansetzen willst
  • 1x Anleitung & Joghurt-Guide mit vielen Rezepten

Damit bist du perfekt gerüstet für deinen Start ins Joghurt-Leben 🙂

Falls du schon ein „alter Hase“ bist und eine Joghurtmaschine zuhause hast, dann kannst du die Joghurtkulturen HIER* natürlich auch separat bestellen!

Und das Beste am Ganzen – momentan bekommst du sogar auf deine gesamte Bestellung 10% Rabatt mit dem Code Fermentwelten10 (der Rabatt gilt übrigens nicht nur auf Joghurt-Produkte und Sets, sondern auf alle Produkte aus dem Online-Shop von fairment!)

Schaut mal rein, es lohnt sich! 🙂


Joghurt zuhause herstellen – Anleitung & Rezept!

Und nun kommt endlich unsere Anleitung, wie du Naturjoghurt oder veganen Joghurt selber herstellen kannst.

HIER kannst du das Starterpaket bestellen!

(Veganen) Joghurt selber herstellen

Equipment

  • Das Starterset für veganen Joghurt von fairment (oben findest du den Link zum Bestellen!)

Zutaten

  • 750 ml Milch/Pflanzenmilch (schau unten, welche Sorten sich eignen!)
  • 1 Päckchen Joghurtkultur (im Starterkit enthalten)

Anleitungen 

  • Bring die Milch kurz zum Kochen. Das sorgt dafür, dass die Mikroben in der Milch abgetötet werden – und die Joghurtbakterien keine Konkurrenz haben 🙂
  • WICHTIG bei Pflanzenmilch: Du musst gegebenfalls etwas Tapiokastärke oder Agar-Agar als Dickungsmittel zugeben.
  • Gieß die Milch in das Glas und lass sie auf 40 Grad abkühlen (miss dafür mit dem Thermometer).
  • Wenn die Milch abgekühlt ist, gibst du die Joghurtkultur dazu und rührst mehrmals kräftig um – sodass die Bakterien gut in der Milch verteilt sind. Das Glas verschließen.
  • Stell das Glas in den Edelstahlbehälter und füll diesen mit 80 Grad heißem Wasser – sodass das Glas bis kurz unter dem Metalldeckel mit Wasser umgeben ist. Das sorgt dafür, dass das Joghurt beim Fermentieren schön die Temperatur hält.
  • Nach 8 Stunden schaust du nach, ob der Joghurt andickt. Falls nicht: Tausche das Wasser durch neues, 80 Grad heißes Wasser aus – und lasse das Ganze wieder 8 Stunden stehen.
  • Falls du den Joghurt noch saurer/fester haben willst – wiederhol das Ganze nochmal!
  • Dann wird der Joghurt über Nacht in den Kühlschrank gestellt, damit er nachreifen kann. Dabei wird er auch noch fester.
  • Lass es dir schmecken und genieße deinen frischen Joghurt! 🙂
Gericht: Frühstück
Land & Region: Europäisch
Keyword: fermentiert, joghurt, vegan

Welche Milch und Pflanzenmilch eignet sich zum Joghurt machen?
Was ist mit veganem Joghurt ohne Soja?

Wie wir dir oben schon erklärt haben, passieren bei der Herstellung von veganem Joghurt etwas andere Prozesse als bei der Herstellung von normalem Joghurt. Größter Unterschied: der meist geringere Proteingehalt von pflanzlicher Milch! Dadurch wird die Konsistenz und das Ergebnis von pflanzlichem, veganen Joghurt meist etwas anders als mit tierischer Milch.

Hier mal ein kleiner Überblick, welche Milchalternativen sich eignen:

Sojamilch

Sojamilch ist der Klassiker – und vor allem für Anfänger eine „sichere Bank“. Sojamilch enthält recht viel Protein, wodurch die Gerinnung im Joghurtprozess gut funktioniert = das Joghurt dickt wunderbar an! Achte darauf, dass die Sojamilch über 3% Eiweiß enthält.

Wenn du also veganen Joghurt aus Sojamilch selber herstellen willst , brauchst du kein weiteres Verdickungsmittel zugeben. Wir empfehlen dir auf jeden Fall Sojamilch zum Starten!

Kokosmilch

Wenn du ein sojafreies Joghurt möchtest, das auch vegan ist – dann versuch es doch mal mit Kokosjoghurt! Nimm dafür auf jeden Fall richtige Kokosmilch mit mindestens 60% Kokosanteil (also keinen Kokosdrink o.Ä.). Manchmal wird berichtet, dass die Herstellung mit Kokosmilch richtig gut klappt – und manchmal so gar nicht. Ein Tipp, den wir von Fairment bekommen haben: Nimm Kokosmilch aus dem Tetrapack, da scheint die Qualität verlässlicher zu sein!

Mandelmilch

Mandelmilch macht es dir schon schwieriger beim Joghurt selber herstellen. Du solltest auf jeden Fall direkt mit Verdickungsmitteln arbeiten: Rühre dafür z.B. 20g Tapiokastärke in 750ml Mandelmilch bevor du mit dem Rezept startest – also die Mandelmilch dann aufkochst, abkühlen lässt… Du kannst es auch mit Agar-Agar probieren!

Ob die Fermentation geklappt hat, kannst du übrigens schmecken – wenn die Milchsäurebakterien aktiv waren, schmeckt der Mandeljoghurt leicht säuerlich!

Hier ist auf jeden Fall etwas Geduld und ausprobieren angesagt 🙂

Hafermilch

Hafermilch ist der schwierigste Kandidat beim Herstellen von Joghurt. Oft ist die Konsistenz eher stückig, und der Geschmack ziemlich säuerlich. Nicht unser persönlicher Favorit 🙂

Wenn du es probieren willst: Auch hier solltest du direkt mit Verdickungsmitteln arbeiten, und direkt 20g Tapiokastärke in 750ml Hafermilch einrühren bevor du mit dem Rezept startest und die Milch aufkochst.


Wie kann ich die Konsistenz vom Joghurt beeinflussen und ihn fester machen?

Du wirst dich vielleicht am Anfang wundern, dass die Konsistenz von deinem selbstgemachte Joghurt etwas flüssiger ist, als du es vielleicht gewohnt bist (vor allem bei pflanzlicher Milch).

Wichtig: Das ist vollkommen okay und normal, und du hast trotzdem Milliarden von Milchsäurebakterien in deinem Joghurt!

Falls du eine festere Konsistenz lieber magst, dann kannst du Folgendes probieren:

1. Verdickungsmittel
Das erste Mittel der Wahl (vor allem bei pflanzlichen Milchalternativen) ist die Zugabe von Verdickungsmitteln. Man kann die Verdickungsmittel in 2 Kategorien einteilen:

  1. Müssen erhitzt werden – dazu zählen z.B. Tapiokastärke und Agar-Agar, die sehr gut funktionieren. Diese Verdickungsmittel gibst du schon beim Aufkochen der Milch dazu, also vor der eigentlichen Fermentation. Nimm z.B. 13g Tapiokastärke auf 500ml Milch.
  2. Müssen nicht erhitzt werden – dazu zählt z.B. Johannisbrotkernmehl. Der Vorteil: Man kann damit auch nach der Fermentation noch andicken (Erhitzen wollen wir ja vermeiden, das tötet die wertvollen Milchsäurebakterien ab!). Der Nachteil: Es funktioniert meist nicht so gut wie die anderen Mittel… Falls du es probieren willst, versuch es mit 1g Johannisbrotkernmehl auf 500ml Joghurt.

2. Abtropfen
Du kannst auch versuchen, dein Joghurt über Nacht in einem Mulltuch oder einem Geschirrhandtuch abzutropfen. Was abtropft, wird übrigens Molke genannt und ist natürlich genauso gesund wie der Joghurt an sich – daher auf keinen Fall wegwerfen, und z.B. im Smoothie verwenden 🙂

3. Kühlen
Vergiss nicht, den Joghurt nach der Herstellung in den Kühlschrank zu stellen – dann wird er dickflüssiger!


https://archive.org/stream/prolongationofli00metciala#page/160/mode/2up


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Unser Kombucha Rezept zum selber Herstellen
– super einfach zum eigenen Kombucha in nur 7 Tagen!

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Nachdem wir euch in die Klassiker wie Sauerkraut, Wasserkefir und Kimchi eingeführt haben, kommt heute nun ein weiteres SEHR beliebtes Ferment – Kombucha!

Wir zeigen euch die Welt vom SCOBY, was Kombucha so genial macht, liefern dir natürlich ein Kombucha Rezept zum selber herstellen (HIER GEHTS DIREKT ZUM REZEPT) – und teilen auch unsere Kombucha Empfehlungen mit dir, z.B. wie man an einen SCOBY* oder ein Kombucha-Starterkit* kommt!

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INHALTSVERZEICHNIS:
1) Was ist Kombucha?
2) Was ist ein SCOBY?
3) Warum ist Kombucha so gesund?
4) Wieviel Alkohol enthält Kombucha?
5) Unser Kombucha-Rezept zum selber Herstellen
6) UNSERE KOMBUCHA-EMPFEHLUNGEN
7) Zweitfermentation Kombucha – unsere Ideen & Anleitung
8) Das SCOBY-Hotel – für extra SCOBYs
9) Welchen Tee sollte ich für Kombucha benutzen?


Was ist Kombucha?

Kombucha-Zutaten-SCOBY-Teepilz-Zucker-Schwarztee
Alle Zutaten für deinen Kombucha – Tee, Zucker, einen SCOBY & Starterflüssigkeit!

Kombucha ist (vor allem in den USA) gerade ein regelrechter Hype – der langsam auch zu uns nach Deutschland schwappt. Kombucha-Brauereien sprießen wie Pilze aus dem Boden, viele Personen sehen in Kombucha eine leckere (und viel gesündere) Alternative zu Bier und Limonaden! Rund um den Kombucha gibt es auch immer wieder viele Gesundheits-Versprechen und Heilwirkungen – wir gehen später drauf ein, ob und wieviel davon stimmt 🙂

Doch was steckt hinter Kombucha?

Kombucha ist bei weitem keine neue Erfindung – schon vor Tausenden von Jahren wurde Kombucha getrunken! Kombucha an sich ist ein leicht sprudelndes Getränk, das durch die Fermentation von gesüßtem Tee entsteht. Die Fermentation an sich geschieht durch eine Kombucha-Kultur, den SCOBY, und dauert meist zwischen 7 und 14 Tagen.

In der Kombuchakultur sind sowohl Bakterien als auch Hefen enthalten (daher auch der Name SCOBY, siehe unten) – was die Fermentation super spannend macht. Es laufen nämlich verschiedene Prozesse gleichzeitig ab – so machen die Hefen eine alkoholische Gärung und spezielle Bakterien führen eine Essigsäuregärung herbei. Dadurch wird nach und nach der Zucker im Tee abgebaut, und es entstehen u.A. Essigsäure und Alkohol.


Was ist ein SCOBY?

SCOBY klingt vielleicht erst einmal fremd und ungewohnt, es steht für:

Symbiotic Culture Of Bacteria and Yeast = SCOBY

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Unser kleines SCOBY-Baby!

Auf Deutsch: Ein SCOBY ist eine symbiotische Kultur von verschiedenen Bakterien und Hefen – das bedeutet, dass die kleinen WG-Gefährten durch ihr Zusammenleben einen gegenseitigen Vorteil haben. Die Bakterien und Hefen im SCOBY fühlen sich also pudelwohl! Die glibberige „Masse“ die sie zusammenhält ist übrigens eine Matrix aus Polysacchariden, also aus Vielfachzuckern.

Welche Mikroben genau in deinem SCOBY stecken, hängt von vielen Faktoren ab und ist ganz unterschiedlich. Viele Kombucha SCOBYs enthalten GluconobacterSaccharomyces und Acetobacter – manche auch ZygosaccharomycesSchizosaccharomyces, und Komagataeibacter. Manchmal kommen auch Milchsäurebakterien wie Lactococcus, Lecunosctoc, and Lactobacillus vor. Je nachdem, welche Mikroben in dem SCOBY stecken, schmeckt der entstehende Kombucha auch ganz anders!

Ein SCOBY sieht erstmal glibberig und vielleicht etwas merkwürdig aus – ist aber unverzichtbar für euren leckeren Kombucha 🙂


Warum ist Kombucha so gesund?

Für dich vielleicht die wichtigste Frage:

Ist Kombucha wirklich so gesund, und was macht Kombucha denn nun zu so einem Trendgetränk?

Tatsächlich stecken in Kombucha viele interessante Inhaltsstoffe, wie z.B. die sekundären Pflanzenstoffe aus dem Tee, Essigsäure, Glucoronsäure und Vitamine (z.B. Vitamin C, und B-Vitamine wie Vitamin B6). Zu den sekundären Pflanzenstoffen vom Tee zählen z.B. Polyphenole und Flavonoide wie Katechine. Diese Stoffe sind Antioxidantien und teils potentielle Präbiotika.

Wissenschaftliche Studien aus Reagenzglas- und Tierstudien zeigen mögliche positive Effekte auf die Gesundheit, die vor allem auf die sekundären Pflanzenstoffe und die Essigsäure & Glucoronsäure zurückzuführen sind. So wurden z.B. schon Effekte auf die Leber & Darmfunktion gezeigt, eine immunstimulierende Wirkung und anti-oxidative Wirkung.

Darüber hinaus enthält naturbelassener (also nicht erhitzter/pasteurisierter) Kombucha natürlich viele lebendige Mikroben – die eventuell eine probiotische Wirkung haben können. Genaue wissenschaftliche Belege fehlen hier bislang allerdings noch, jedoch haben z.B. bestimmte Milchsäurebakterien eine probiotische Wirkung (und in vielen Kombuchakulturen sind Milchsäurebakterien enthalten).

Wichtig ist aber: Es fehlen bislang wirklich aussagekräftige Studien an Menschen! Und dadurch würden wir solche Aussagen immer mit Vorsicht betrachten, und Kombucha nicht als Heil- & Wundermittel verkaufen.

ABER: Generell punktet Kombucha natürlich mit seinen Inhaltsstoffen, und ist vor allem eine gute (und definitiv gesündere) Alternative zu Limonaden und (hoch-)alkoholischen Getränken! Wie immer gilt einfach: ein gesundes Maß einhalten 🙂

Außerdem hängt stark von den Mikroben ab, was genau im Kombucha enthalten ist! 🙂

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Ein SCOBY in seiner natürlichen Umgebung – in gesüßtem Tee!

Wieviel Alkohol enthält Kombucha?

Da bei der Kombucha-Herstellung viele Hefen aktiv sind, gibt es auch eine alkoholische Gärung.

Kombucha enthält daher auch immer (wenn auch meist sehr wenig) Alkohol – wieviel, hängt von vielen Faktoren ab:

  • Fermentationszeit
  • Zuckergehalt
  • Sauerstoffgehalt
  • Wieviele Hefen in dem SCOBY vorhanden sind
  • Ob man eine Zweitfermentation durchführt

Grob geschätzt hat normaler Kombucha zwischen 0.5-2% Alkohol – wahrscheinlich deutlich mehr, als du erwartet hast! Daher ist Kombucha auch NICHT für Schwangere und Kinder geeignet!

Fertiger Kombucha im Handel enthält ebenfalls etwas Alkohol – es muss natürlich deklariert werden, wieviel Alkohol wirklich enthalten ist. Die meisten Kombucha enthalten sehr wenig Alkohol, weniger als 0.5% – soviel Alkohol kann übrigens auch Fruchtsaft enthalten!

Doch nun gehts los, wir machen Kombucha selber!


Kombucha Rezept zum Selbermachen

Am einfachsten ist es, wenn du direkt mit einem Komplettpaket-Starterkit* für Kombucha startest. Dann hast du alles für unser Rezept auf einem Fleck! Vergiss nicht, 10% zu sparen mit unserem Rabattcode „Fermentwelten10“ 🙂

Allerdings kannst du natürlich auch einfach einen SCOBY kaufen oder im Freundeskreis organisieren – und dir die anderen Komponenten zusammensuchen! Empfehlungen findest du HIER unter dem Rezept.

Kombucha Rezept – ganz einfach!

Vorbereitungszeit 30 Minuten
Portionen 2 Liter
Mit diesem Kombucha Rezept kannst du ganz leicht selber zuhause Kombucha herstellen! Inkl. Ideen für Zweitfermentation 🙂

Equipment

  • Fermentationsgefäß mit 1 oder 2 Liter Fassungsvermögen (Schaut unter dem Rezept bei "Empfehlungen", welche wir benutzen!)

Zutaten

  • 1 SCOBY (Schaut unter dem Rezept bei "Empfehlungen", woher du den SCOBY bekommst!)
  • 100 ml Starterflüssigkeit (oder bereits fertigen Kombucha vom letzten Durchgang)
  • 45-60 g Zucker (meist sind die SCOBYs auf weißen Zucker trainiert, sie können aber auch auf anderem Zucker funktionieren)
  • 750 ml Wasser
  • 6 g Tee (Schaut in den Notizen, welcher Tee geeignet ist)

Anleitungen 

  • Tee aufgießen und den Zucker im warmen Tee auflösen.
  • Dann das restliche Wasser zufügen – und warten, bis der gesüßte Tee Raumtemperatur hat. WICHTIG – zuviel Hitze würde den Mikroben schaden!
  • Den abgekühlten Tee in das Gärgefäß geben.
  • Nun kommt die Starterflüssigkeit (oder der fertige Kombucha vom letzten Durchgang) dazu, und als Letztes der SCOBY. Der SCOBY schwimmt manchmal oben, manchmal sinkt er ab – beides ist ganz normal.
    Kombucha-Ansatz-Teepilz
  • Das Gefäß nun verschließen. Am besten eignet sich dafür ein Baumwolltuch – damit noch Luft an den Kombucha kommt, aber keine Fliegen oder Staub ins Gefäß gelangen!
  • Den Kombucha 7-14 Tage bei Raumtemperatur an einem geschützten Ort fermentieren lassen. Je länger du ihn stehen lässt, desto saurer wird er und umso weniger Zucker enthält er.
  • Wenn der Kombucha die für dich gewünschte Säure erreicht hat, nimmst du den SCOBY aus dem Gefäß und füllst den Kombucha ab.
    Kombucha-SCOBY-in-Haenden-Teepilz
  • Mit dem SCOBY kannst du direkt eine neue Runde Kombucha ansetzen – statt der Starterflüssigkeit nimmst du dann den gerade abgefüllten, fertigen Kombucha!

Notizen

  1. Die Angaben sind für ein 1-Liter Gefäß – sehr gerne benutzen wir auch ein größeres 1.9-Liter Gefäß, da wir sehr viel Kombucha trinken!
  2. Wieviel Zucker du benutzt, hängt etwas von deinem Geschmack ab! Probier einfach verschiedene Konzentrationen aus 🙂
  3. Beim Tee ist wichtig, dass du „echten“ Tee benutzt, also Tee von der Teepflanze und keine Kräutermischungen. Du kannst z.B. Schwarztee, Grüntee oder auch Oolong-Tee benutzen.
Gericht: Getränke
Keyword: fermentiert, Getränk, Kombucha, probiotisch

Unsere Kombucha-Empfehlungen!

Fertiger Kombucha:
Ihr habt keine Lust oder keine Zeit euren eigenen Kombucha zu brauen oder wollt einfach Kombucha von echten Profis probieren? Dann können wir euch wärmstens den Bio-Kombucha von Kombuchery* aus Berlin ans Herz legen! Der Kombucha kommt mit möglichst wenig Zucker aus und wird nicht pasteurisiert (die Mikroben sind also noch lebendig!). Kombucha von Kombuchery gibt es in unserem Affiliateshop in 5 leckeren Geschmacksrichtungen.

Zubehör zum Kombucha selber ansetzen:
Du willst deinen eigenen Kombucha brauen und suchst das komplette Kombucha-Rundum-Sorglos-Paket? Dann ist das Komplettpaket* genau das Richtige für dich! 

Sonst empfehlen wir noch folgende passende Produkte:
SCOBY mit Starterflüssigkeit* (oder du schaust, ob Freunde noch einen SCOBY für dich übrig haben!)
Ein 3.4 Liter Gärgefäß*

Momentan bekommst du übrigens 10% RABATT auf deinen gesamten Einkauf bei Fairment mit dem Rabattcode „Fermentwelten10“!


Zweitfermentation Kombucha – unsere Ideen & Anleitung

Kombucha-Zweitfermentation-Beeren-Minze-Ingwer
Zweitfermentation vom Kombucha – mit Ingwer, Minze, Himbeeren und Blaubeeren

Purer Kombucha ist schon wirklich lecker – aber wie wäre es mit noch mehr Kohlensäure und fruchtigen Geschmackswelten?

Kein Problem! Führe einfach eine Zweitfermentation durch – also eine zweite Fermentation
nach der ersten Fermentation von oben!

Bei einer Zweitfermentation kannst du deinen Kombucha aromatisieren und damit neue Geschmäcker erzeugen.

Hierfür gibst du einfach Früchte und Gewürze (wonach dir der Sinn gerade steht!) zu dem fertig abgefüllten Kombucha, nachdem du den SCOBY rausgenommen hast. Den Ansatz verschließt du diesmal luftdicht, also mit einem Gummiring oder Verschluss – und lässt ihn dann nochmal 24 Stunden bei Raumtemperatur stehen. Fertig ist der zweitfermentierte Kombucha!

Aber Achtung! Bei einer zweiten Fermentation entsteht nochmal viel Kohlensäure und dadurch viel Druck – übrigens umso mehr, je mehr neuen Zucker ihr hinzugebt in Form von Obst oder Fruchtsaft! Daher solltest du hier auf jeden Fall stabile, dickwandige Gefäße oder Flaschen benutzen.

Und nun ein paar Ideen für die Zweitfermentation:

  • Alle Sorten an Beeren (Himbeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren…) funktionieren super pur
  • Versucht auch mal die Kombination Beere + Gewürze, wie z.B. Vanille!
  • Blaubeer-Lavendel
  • Zitrone-Ingwer
  • Orange & Rosmarin

Deiner Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, experimentiere ruhig ein wenig!


Das SCOBY-Hotel – für übrig gebliebene Extra-SCOBYs!

SCOBY-Kombucha-Teepilz-Hotel
Ein SCOBY-Hotel

Du wirst feststellen, dass sich der SCOBY relativ schnell vermehrt und einen zweiten SCOBY bildet. Das ist wunderbar – der SCOBY fühlt sich in deinem Kombucha sehr wohl! Der wichtigste Tipp ist auf jeden Fall:

Leg dir ein SCOBY-Hotel zu!

Das geht ganz einfach: Nimm dir ein neues Gefäß, tu deine Extra-SCOBYs rein und füll es mit fertigem Kombucha auf. Abdecken nicht vergessen (bevor Fliegen oder Staub ins Gefäß kommen!). Der Kombucha verdunstet mit der Zeit – füll das SCOBY-Hotel also immer mal wieder mit fertigem Kombucha auf.

Ein SCOBY-Hotel ist quasi der Aufbewahrungsort für Extra-SCOBYs – die dann bereit sind zum Verschenken, wenn du deinen alten SCOBY mal austauschen willst, wenn du mehrere Ansätze mit unterschiedlichen Teesorten parallel machen möchtest…


Welchen Tee sollte ich für Kombucha benutzen?

Tatsächlich eignet sich nicht jeder Tee für die Zubereitung von Kombucha – es sollte echter Tee sein (aus der Teepflanze Camellia Sinensis ), also grüner Tee, schwarzer Tee oder Oolong Tee. Eine kleine Teeauswahl* findest du in unserem Shop*. Der Kombucha-Teepilz braucht nämlich bestimmte Mineralien und Inhaltsstoffe zum Arbeiten, wie z.B. Stickstoff – und die gibts nur im echten Tee! Positiver Nebeneffekt: Echter Tee steck voller sekundärer Pflanzenstoffe wie Polyphenole, denen ein positiver Effekt zugeschrieben wird.


https://digitalcommons.library.umaine.edu/cgi/viewcontent.cgi?article=4136&context=etd


Werbehinweis für Links mit Sternchen (*)
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Danke dir! ❤

Leekchi – eine tolle Lauch-Kimchi-Variante!

Lauch-Kimchi-Leekchi-von-oben-im-Glas

HIER kommst du direkt zum Rezept!

Wir lieben Kimchi – in allen Variationen! Eine der schnellsten Varianten ist Kimchi mit Lauch – das sogenannte „Leekchi“. Du brauchst nur ganz wenige Zutaten – Lauch, koreanisches Chilipulver, Knoblauch und Ingwer! Wir wetten, so schnelles Kimchi hast du bisher noch nicht gemacht 🙂 Und geschmacklich ist Leekchi in unseren Augen auch eine wahre Offenbarung…

Du fragst dich, wie du Leekchi am besten essen kannst? Da hast du viele Möglichkeiten! Am besten verzehrst du dein Lauch-Kimchi natürlich frisch und unerhitzt – da dann die beim Fermentieren entstandenen, potentiell probiotischen Milchsäurebakterien erhalten bleiben 🙂

Und dann sind deiner Fantasie keine Grenzen gesetzt! Wir benutzten Leekchi als Suppen-Topping (nicht nur für asiatische Suppen), als Beilage zu Nudel- und Reisgerichten, aber zum Beispiel auch als herzhaften Brotbelag. Zusammen mit Frischkäse macht sich Leekchi zum Beispiel sehr gut auf Sauerteigbrot, purer Umami-Geschmack!

Doch Lauch kann noch so viel mehr als nur lecker zu schmecken!


Lauch ist ein präbiotisches Lebensmittel!

Lauch-geschnitten-in-Ringen

Wir lieben den Darm – und seine kleinen Mitbewohner im Darmmikrobiom 🙂

Die Darmbakterien spielen eine immens wichtige Rolle in unserem Körper und haben Einfluss auf unser Immunsystem, auf unser Gehirn, auf unser Gewicht… um nur einige Faktoren zu nennen. Schaut gerne nochmal in unseren Artikel zur Darmgesundheit für weitere Infos!

Praktisch ist es natürlich, wenn wir unseren „positiven“ Darmbakterien etwas Gutes tun – zum Beispiel, indem wir präbiotische Lebensmittel zu uns nehmen! Präbiotika dienen nämlich als Futter für Probiotika – also für Mikroben die einen besonders positiven Effekt auf unseren Körper haben.

Und nun kommt der Knaller: Lauch enthält viele präbiotische Stoffe! Genauso wie andere Lauchgewächse (Zwiebeln, Knoblauch) enthält Lauch nämlich viel Inulin.

Inulin ist ein sogenanntes Fruktan – ein wasserlöslicher Ballaststoff, der von unserem Körper nicht verstoffwechselt werden kann. Inulin „rutscht“ daher durch Dünndarm einfach durch, direkt zu den Bakterien im Dickdarm – und wird dort von den „guten“ Darmbakterien verarbeitet. Dabei können viele positive Stoffe entstehen, wie z.B. kurzkettige Fettsäuren (SCFA im Englischen).

Lauch-Kimchi hat also einen „doppelt positiven“ Effekt – es vereint Präbiotika und potentiell probiotische Bakterien durch das Fermentieren!

Falls du das Them „Präbiotika“ auch so spannend findest wie wir: Auf Instagram & Facebook stellen wir übrigens immer wieder interessante Präbiotika vor (z.B. resistente Stärke, Löwenzahnblätter, Knoblauch…). Schau doch mal vorbei!


Flavonoide im Lauch

Lauch hat weit mehr als nur einen hohen Inulingehalt zu bieten! Neben einigen Vitaminen und Mineralstoffen (z.B. Vitamin K) enthält Lauch auch Flavonoide wie Kaempferol und Quercetin. Flavonoide sind sekundäre Pflanzenstoffe, denen eine besondere anti-oxidative Wirkung nachgesagt wird. Das klingt gut, oder?

Was man dazu sagen muss: Wie so oft gibt es hierzu Studien, die in beide Richtungen zeigen (und nahelegen, dass „reine“ extrahierte Flavonoide keinen positiven Effekt haben müssen). Wir denken allerdings, dass Lauch als Naturprodukt eine super Kombination aus Vitaminen, Präbiotika und Flavonoiden bietet.

Fazit: Nichts wie ran an den Lauch!


Schnelles Rezept für Leekchi, das Lauch-Kimchi!

Lauch-Kimchi-Leekchi-Zutaten

Falls dies dein erstes Ferment ist – schau nochmal in unser „1×1 der Fermentation“ für Fermentations-Anfänger mit allen wichtigen Tipps & Tricks!

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Leekchi – das schnelle Lauch-Kimchi!

Vorbereitungszeit 1 Stunde
Zubereitungszeit 30 Minuten
Portionen 1 Glas
Mit unserem super einfachen & schnellen Rezept kannst du ganz leicht ein Kimchi aus Lauch herstellen! Als fermentiertes Gemüse ist Leekchi voller potentiell probiotischer Bakterien – das freut deinen Darm! Leekchi passt übrigens wunderbar zu Suppen, als Beilage zu Reisgerichten, auf Brot…

Equipment

  • Ein Gefäß mit Verschluss (ca. 500ml Fassungsvermögen) – gerne mit Gummiring. (Schaut unter dem Rezept bei "Empfehlungen", welche wir benutzen!)
  • Fermentationsgewicht (findet ihr ebenfalls unter dem Rezept bei "Empfehlungen")

Zutaten

  • 350 g Lauch (oder Porree)
  • 8 g unbehandeltes Salz
  • 5 g Knoblauch
  • 5 g Ingwer
  • 10 g Gochugaru = koreanisches (!) Chiliflocken (die Flocken, die wir benutzen findet ihr unter dem Rezept bei "Empfehlungen")

Anleitungen 

  • Alle Zutaten und Utensilien (& die Hände) gründlich abwaschen. 🙂
  • Den Lauch in Ringe schneiden.
    Lauch-geschnitten-in-Ringen-auf-Holzbrett
  • Das Salz (8g) gründlich mit dem Lauch vermischen. 30-60 Minuten ziehen lassen.
  • In der Zwischenzeit den Ingwer und den Knoblauch fein hacken.
  • Dann alle Zutaten gut mischen (die Chiliflocken, den Knoblauch, den Ingwer und den Lauch) und in das Fermentationsgefäß füllen. Dabei gut andrücken, sodass das Gemüse kompakt unter Flüssigkeit steht (nimm dafür einen Stößel oder deine Hand).
    Lauch-mit-Chili-in-Schale
  • Falls das Gemüse noch nicht mit Flüssigkeit bedeckt ist, noch mit etwas Salzlake (2-2.5%) auffüllen. Wichtig ist, dass wirklich alles am Ende unter Flüssigkeit steht.
    Lass außerdem nicht zuviel Luft im Glas – je weniger Sauerstoff im Gefäß, umso seltener tritt Kahmhefe oder Schimmel auf!
    Lauch-Kimchi-Leekchi-von-oben-im-Glas
  • Das Leekchi an einem geschützten Ort bei Raumtemperatur für 7-14 Tage stehen lassen. Dabei unbedingt auf einen Teller stellen – die Mikroben sind aktiv und das Leekchi wird überlaufen 🙂
  • Das fertige Leekchi sollte angenehm säuerlich schmecken – wundert euch nicht über den strengen Geruch beim Öffnen, der ist ganz normal! Im Kühlschrank aufbewahrt hält das Leekchi mehrere Monate.

Notizen

Es ist WIRKLICH WICHTIG, die richtigen Chiliflocken zu benutzen – und zwar Gochugaru (koreanische Chilliflocken). Sonst wird das Lauch-Kimchi nur scharf und gar nicht aromatisch! Gochugaru findet ihr in Asia-Läden, oder unten unter „Empfehlungen“ verlinkt. 
Gericht: Beilage
Land & Region: Asiatisch
Keyword: Chili, fermentiert, Ingwer, Kimchi, Lauch

Produktempfehlungen

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https://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/jf070623x

Gurken selber fermentieren – ganz einfach mit unserem Rezept!

Fermentierte-Gurken-mit-Senfsamen-in-Lake

Gerade ist wieder Gurkensaison – die perfekte Zeit zum Gurken fermentieren! Wir sind schon mitten im Fermentier-Fieber… 🙂

(Für Ungeduldige: Hier kommt ihr direkt zum Rezept!)

Auch wenn wir auf unserem eigenen Balkon leider noch nicht wirklich Riesen-Gurkenernten einfahren konnten – bei Tills Eltern im Garten wachsen tolle Gurken, und sonst werden wir auch auf dem Markt immer glücklich 🙂

Generell sind wir echt große Gurken-Fans – sowohl roh als Snack, im Salat, aufs Brot, als Schmorgurken… sie sind einfach super vielseitig einsetzbar! Und gerade im Sommer sind Gurken super erfrischend, knackig und mit ihrem hohen Wassergehalt ein toller Begleiter an heißen Tagen.

Aber Gurken können noch viel mehr! Wenn man sie milchsauer fermentiert, überzeugen sie nicht nur mit einem tollen Aroma, sondern auch noch mit vielen Milchsäurebakterien. 🙂 Aufgepeppt mit Gewürzen wie Senf oder Dill erinnern sie an Gewürzgurken – und sind eine super Beilage zum Grillen oder als Topping für Burger und Hotdogs.

Doch Gurken sind nicht nur lecker – sie können auch mit ihren Inhaltsstoffen überzeugen!


Warum sind Gurken gesund – und worauf muss man beim Verzehr achten?

Gurkenscheiben-mit-Knoblauch

Gurken als Schlankmacher – wer hat das nicht auch schonmal gehört? Das liegt daran, dass Gurken sehr viel Wasser enthalten und dadurch sehr kalorienarm sind. Wenn man (wie Till) Probleme hat, genug Wasser zu trinken – einfach öfters mal zur Gurke greifen!

Was Nährstoffe betrifft, können Gurken vor allem durch Vitamin K punkten, andere Vitamine und Mineralstoffe (wie Magnesium, Kalium und B-Vitamine) sind auch vorhanden – allerdings in kleineren Mengen.

Um möglichst viele Nährstoffe und Ballaststoffe zu erhalten, solltet ihr die Gurke übrigens mit ihrer Schale essen – hier steckt besonders viel Gutes drin 🙂

Gurken enthalten aber auch Bitterstoffe – und zwar Cucurbitacine. Da Cucurbitacine schon in kleinen Mengen Magen-Darm-Unverträglichkeiten oder Schlimmeres auslösen können, wurden diese Stoffe gezielt aus den Gurken „rausgezüchtet“. Die allermeisten Gurkensorten haben heute kaum noch Cucurbitacine – bei starkem Stress können Gurken aber auch heute noch vermehrt Bitterstoffe bilden (das kommt allerdings eher selten vor).

Wichtig ist daher: Die Bitterstoffe reichern sich vom Stiel der Gurke an – das Ende der Gurke solltet ihr deswegen bei bitterem Geschmack wegschneiden und nicht verzehren. Und besonders wichtig: Sollte eine Gurke mal besonders bitter schmecken – komplett entsorgen und nicht essen!


Welche Vorteile hat es, Gurken zu fermentieren?

Wie auch bei anderem fermentierten Gemüse geht es hier vor allem um Mikroben – und zwar die Milchsäurebakterien, die bei der Milchsäuregärung entstehen!

Kurz gefasst: Beim Fermentieren schaffen wir gewisse Bedingungen (Salzkonzentration, Temperatur, Sauerstoffkonzentration), die das Wachstum von bestimmten Milchsäurebakterien fördern. Dadurch wird das Ferment haltbar gemacht und es entsteht der typische milchsaure Geschmack. Mehr Informationen zu diesem Thema findet ihr übrigens auch in unserem Beitrag „Was ist Fermentation“.

Fermentierte Gurken sind daher nicht nur lecker – sie sind auch „lebendig“ und voller Milchsäurebakterien, die wahrscheinlich einen positiven Effekt auf deinen Darm haben!


Welche Gurkensorte eignet sich am besten zum Fermentieren?

Gurken-am-Stück

Gurken gehören zur Familie der Kürbisgewächse und es gibt im Wesentlichen 2 Sorten – Schlangengurken und Einlegegurken!

Schlangengurken sind lang und dünn und heutzutage meist die „Standard-Gurke“. Sie haben eine relativ dünne Schale und enthalten viel Fruchtfleisch – daher sind sie unserer Erfahrung nach nicht so gut zum Fermentieren geeignet.

Einlegegurken sind klein und dick, mit einer festeren Schale. Perfekt zum Fermentieren!

Folgende Eigenschaften sollten eure Einlegegurken haben:

  • eher klein – dann ist weniger Fruchtfleisch vorhanden. Dadurch werden die Gurken später beim Fermentieren nicht so weich.
  • fest und prall – weiche Gurken werden durch das Fermentieren noch weicher in der Konsistenz.

Und nun – los gehts mit dem Rezept!


Unser Rezept zum Gurken fermentieren!

Fermentierte-Gurken-mit-Senfsamen

Ein kleiner Tipp vorweg – wir benutzen für unsere fermentierten Gurken verschiedene Gewürze und Kräuter nach Lust und Laune! Super eignen sich zum Beispiel Dill, Senfsamen, Pfefferkörner, Chili, frischer Koriander… lasst euer Fantasie freien Lauf!

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Gurken fermentieren – einfach & schnell!

Vorbereitungszeit 5 Minuten
Zubereitungszeit 10 Minuten
Portionen 1 Glas
Mit unserem einfachen Rezept kannst du ganz leicht selber zuhause Gurken fermentieren – eine super Beilage zum Grillen, auf Burger, zu Fisch…

Equipment

  • ein kleines Glas (wir benutzen Gläser mit Gummiring) – mit circa 500ml Volumen

Zutaten

  • 3-4 Einlegegurken
  • 1/4 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Gewürze und Kräuter nach Geschmack ((Senfkörner, Dill, Chili, Koriandersamen, Koriander…))
  • unbehandeltes Salz

Anleitungen 

  • Die Gurken waschen, alle Utensilien heiß abwaschen.
    Gurkenscheiben-mit-Knoblauch
  • Die Enden der Gurke abschneiden. Je nach Größe und Geschmack die Gurken dann halbieren, der Länge nach vierteln oder in Scheiben schneiden.
    Gurkenstifte-mit-Knoblauch
  • Die Zwiebel grob in Ringe oder Stücke schneiden. Den Knoblauch halbieren.
  • Nun eine 3.5% Salzlake herstellen – dafür 10.5g Salz in 300ml Wasser auflösen.
  • Die Gurken mit Zwiebeln und Knoblauch in dem Glas schichten. Nun auch die Gewürze und Kräuter zufügen – zum Beispiel Dill, Senfkörner, frischer Koriander…
    Fermentierte-Gurken-mit-Senfsamen
  • Mit der Salzlake auffüllen und sicher gehen, dass alle Zutaten mit Flüssigkeit bedeckt sind. Dann mit einem Fermentiergewicht beschweren.
    Fermentierte-Gurken-mit-Senfsamen-in-Lake
  • Tipp: Falls ihr die Gurken der Länge nach geschnitten habt, könnt ihr sie super eng gepackt "ins Glas stellen" – so geben sie sich gegenseitig Halt und kommen nicht an die Oberfläche!
  • Das Gefäß fest verschließen und für 7-14 Tage fermentieren lassen. Anschließend im Kühlschrank aufbewahren.
Gericht: Beilage
Land & Region: Europäisch
Keyword: eingelegte Gurken, fermentiert, Gurken, Senfgurken

Und hier noch ein kurzes FAQ mit euren häufigsten Fragen:

Was ist der Unterschied zu Gewürzgurken?

Gewürzgurken werden meist nicht fermentiert, sondern mit Essig eingelegt – sie sind also klassisch „eingelegte Gurken“. Dadurch findet aber auch keine Milchsäuregärung statt und ihr habt kein „lebendiges“ Ferment!

Wie lange halten sich fermentierte Gurken?

Fermentierte Gurken halten sich im Kühlschrank ungeöffnet mehrere Monate. Auch nach dem Öffnen halten sie im Kühlschrank mehrere Wochen – unbedingt nur mit sauberem Besteck entnehmen!

Wie lange müssen die Gurken fermentieren?

Wir fermentieren Gurken für 7-14 Tage, je nach gewünschtem Geschmack und Konsistenz. Danach wandern sie in den Kühlschrank 🙂

Meine Gurken sind nach dem Fermentieren sehr weich – was kann ich tun?

Da Gurken vor allem aus Wasser bestehen, werden sie schnell relativ weich beim Fermentieren – das ist also erstmal ganz normal. Für „knackigere“ Gurken kannst du eine etwas höhere Salzkonzentration wählen (4-4.5%). Achte außerdem darauf, die Enden der Gurken zu entfernen.

https://fdc.nal.usda.gov/fdc-app.html#/food-details/168409/nutrients


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